ST. ANNA KIRCHE

Der ganze Reichtum spätmittelalterlicher Kirchenausstattung ist in der Friedhofskirche St. Anna noch anzutreffen. Die Kirche wurde um 1400 zur Erinnerung an einen Hostiendiebstahl an jener Stelle erbaut, an der man das Allerheiligste wieder gefunden hatte. An den kleinen Chor schließt das Langhaus mit Netzrippengewölbe an, in dessen wesentlichem Teil eine Orgelempore mit reicher Maßwerkbrüstung eingezogen ist. Eine Besonderheit der St.-Anna-Kirche ist ihr überausqualitätsvoller und einheitlicher Glasfensterschmuck, der die drei Chorschlussfenster ziert.

Von der gotischen Ausstattung sind noch ein Flügelaltar unter steinernem Baldachin (mit Darstellungen der Hostienauffindung), die Anna-Selbdritt-Gruppe in der Mitte des barocken Hochaltars und zahlreiche Fresken erhalten. Das prachtvolle Triumphbogenfresko der Wurzel Jesse ist 1518 datiert. Die Kirchenbänke mit geschnitzten Vogelköpfen stammen aus dem 17. Jh. In den Jahren 1972 und 1974 sind das Kircheninnere und die Außenfassade renoviert worden. In den folgenden Jahren erhielt die Kirche neue Glocken.